Montag, 14. Oktober 2013

Auf der FBM - ein ausführlicher Bericht

Hallo,

wie viele war auch ich gestern auf der FBM, allerdings nicht, um mich im Manga-Bereich aufzuhalten, sondern eher als begeisterte Leserin.

Der Tag begann für mich um 4:00 Uhr mit einer Dusche und meinem ersten Monster-Energydrink. Ich hab mich nie getraut, die zu probieren, aber die sind wirklich erstaunlich lecker! Ich bin ja eh schon ein Morgenmuffel und das war mir echt zu früh. Ich bewundere und bemitleide die, die so früh zur Arbeit fahren müssen!

Um 6:00 Uhr sollte der Bus losfahren, also rein in die Klamotten und schnell in die U-Bahn. Aus Angst, dass ich zu spät sein könnte, bin ich - zum Leidwesen meines Mannes - bei so etwas immer viel zu früh dran. Gefahren sind wir mit einer Reisegruppe der Lehmanns-Media (http://www.lehmanns.de/buchhandlung/440-hannover), einer Buchhandlung hier bei in Hannover. Ich muss sagen, der Service war echt super. Jeder Mitreisende hat so eine Tasche bekommen:

Gefüllt mit einem genauen Plan, einer Liste interessanter Veranstaltungen und das Beste: Wasser, Müsli-Riegel und ein gratis Buch! Also das hat mir wirklich schon sehr gut gefallen (außer das Buch, das ich bekommen habe, das ist eher nicht mein Geschmack).

Nach über 4 Stunden war wir dann gegen 10:30 Uhr endlich da! Ich habe mich so gefreut, denn schon damals, als ich noch in Kassel gewohnt habe, wollte ich ständig zur Buchmesse und nie hat es geklappt. Jetzt war ich dieses Jahr sogar schon auf 2! Ich bin echt stolz und glücklich.


Das Messegelände ist riesig und nach der langen Fahrt war ich froh, dass sie diese Rollbänder haben. Und wie auf den Flughäfen bin ich mir auch nicht zu fein, die dann auch zu benutzen und gleich nochmal den Lippenstift aufzufrischen.

Da ich mir selbst einen Plan ausgedruckt hatte, wusste ich natürlich sofort, wo wir um 11:00 Uhr sein MUSSTEN! Also schnell losgeflitzt in den Comic-Bereich von Halle 3.0, denn dort haben Luis Royo und sein Sohn Romulo signiert. Leider standen wir dort schon fast eine Stunde, als wir erfahren mussten, dass wir eine Nummer hätten ziehen müssen! Aber die Künstler waren sehr nett und verständnisvoll und wir, also noch ca. 10 Leute, konnten zu dem Stand des Verlages kommen und uns die Bücher signieren lassen. Und diese Signatur hat es in sich!


Ich war überglücklich und da jeder ein individuell gefertigtes Bild von beiden Künstlern bekommen hat (Vater Lines, Sohn Schatten und Highlights), hat das Warten noch einmal eine Stunde gedauert, aber es hat sich gelohnt! Luis Royo hat für mich eine besondere Bedeutung, denn weil mein Mann seine Bilder so abgöttisch liebt, habe ich angefangen, realistischer zu zeichnen (bzw. es versucht). Als ich ihn getroffen habe, habe ich mich auch kurz mit ihm unterhalten, denn ich wollte ihm unbedingt etwas erzählen: "9 Years ago, this man saw some of your pictures on my computer and then he asked me out on a date to buy some posters for his room because he said I have a good sense for art. and now we're together and we'll marry next year, so I wanted to say thank you" und seine Antwort, als ich ihm die Hand dafür gereicht habe: "You're very welcome" Das war wirklich DAS Highlight! Leider habe ich zwar dadurch die Signierstunde von Daniel Kehlmann verpasst, aber was solls. Ich wollte ihn zwar etwas zu seinem Buch F fragen, aber das kann man ja auch digital erledigen. Apropos, zu dem Buch wollte ich seit Wochen auch noch einmal etwas ausführlich eine Rezension abgeben, aber wahrscheinlich wieder nur auf meiner privaten FB-Seite.

Danach hatte ich noch ein nettes kleines Treffen mit der lieben Taku. Wer sie nicht kennt: https://www.facebook.com/Takus.Art?fref=ts das hier ist ihre Seite. Sie ist eine sehr nette und tolle Zeichnerin. Leider lief das Treffen eher so: Hi, nein ich will nicht in dein Con-Hon zeichnen, später dann und ich muss jetzt auch wieder weg. Ja, ich bin ein Arsch... an dieser Stelle und auch noch einmal persönlich entschuldige ich mich dafür.

Jetzt war erstmal ein schöner Bummel über die Messe angesagt, um all die schönen Schätze zu erkunden und ich habe mir auch ein mir bisher völlig unbekanntes Buch mitgenommen. Ich war begeistert, denn an diesem Sonntag wurde die Messe zum größten Buchladen der Welt und man entdeckt so viele Verlage und Autoren, die man in den Buchhandlungen sonst übersehen würde, oder die dort gar nicht zu finden sind. Auch wenn es voll ist und man ständig hier eine Tǘte oder da einen Ellbogen abbekommt, macht es Spaß. Natürlich musste ich mir auch wieder eine von diesen GU Backbüchern mit den passenden Formen holen. Aber der Tag ist schon gegen 15:00 Uhr nicht wirklich spurlos an mir vorüber gegangen, wie man sieht:



Augenringe vom feinsten (auch wenn mein Handy die hier irgendwie ein wenig kaschiert) und jeder Gesichtsmuskel hängt. Also wird es Zeit für ein Red Bull - deren Geschmack ich hasse! - und weiter gehts. Am Sony Stand habe ich dann auch den Nachfolger meines eReaders, den prs-t3 kennengelernt und mehr als ausführlich angetatscht. Die Farbe ist eher ein Bordeaux-Rot, statt ein Pink-Rot wie meiner, aber das macht nichts, er ist echt toll, gleiche Displaygröße und doch viel kleiner und vor allem schneller beim Umblättern. Ach ja, wenn es nicht so sinnlos wäre, wäre ich fast versucht, ihn zu kaufen. Aber ich liebe meinen einfach viel zu sehr.

Zwar hatte ich meine Träume, ein eigenes Buch zu schreiben und zu veröffentlichen, vor Jahren aus den Augen verloren und Ende letzten Jahres in einer Kiste toter Wünsche begraben, doch heimlich haben sowohl mein Mann als auch die Sehnsucht diese Kiste gefunden und mir den Gedanken inceptionmäßig wieder eingepflanzt. Also habe ich mich nachmittags dann im Self-Publisher-Bereich in Halle 3.1 aufgehalten und mir interessante und hilfreiche Vorträge angesehen und tatsächlich einiges dazugelernt.

Um 16:30 Uhr und viele viele Schritte später war der Tag dann für uns vorbei und wir sind langsam wieder (natürlich über die schicken Rollbänder) zurück zu unserem Bus gegangen. Die Rückfahrt war dann zwar ziemlich anstrengend, weil ich beim Einschlafen ständig Wackelkopf gespielt habe, aber gegen 21:30 Uhr war es zum Glück vorbei und wir konnten unseren Hund abholen und endlich nachhause. An dieser Stelle nochmal danke an Jenny fürs Aufpassen.

Hier seht ihr dann nochmal unsere gesamte Ausbeute: 


Rechts gekauft und links geschenkt, also keine schlechte Bilanz, denke ich. Es war ein toller Tag und ich bin froh, dass mein Mann mir die Karten zum Geburtstag geschenkt hat. Auch wenn ich heute früh das Gefühl hatte, ich wäre nicht in, sondern unter dem Bus gewesen (vor allem, als ich von einer kalten Hundeschnauze im Gesicht geweckt wurde!).

Ich wünsche euch noch eine angenehme Woche. Und hoffe, dass andere Messebesucher mindestens genauso viel Spaß gehabt haben.

Nur eine Frage bleibt: Wieso hat Frankfurt eigentlich immer so merkwürdig designte Toiletten, sowohl auf dem Messegelände als auch auf dem Flughafen?